Bero-Linden-Cup: HSG Wetzlar - HSG Wettenberg 38:19

06.08.2011 » 1. Männer

(jms) Am vierten Spieltag ist der 20. BERO-Linden-Cup in die entscheidende Phase gegangen. Mit Bundesligist HSG Wetzlar, der den Oberligisten HSG Wettenberg 38:19 (20:11) distanzierte, qualifizierte sich die erste Mannschaft für das Finale.

HSG Wetzlar – HSG Wettenberg 38:19 (20:11): Die Wetzlarer benötigten gegen den Oberliga-Aufsteiger einen Sieg mit mehr als 15 Toren Differenz, um den punktgleichen TV 05/07 Hüttenberg vom ersten Platz zu verdrängen und ins Finale am Samstag einzuziehen. Dennoch verzichteten die Grün-Weißen auf Kapitän Timo Salzer, der wegen Magenproblemen schon beim ersten Spiel des Turniers gegen Pohlheim aussetzen musste, beim 25:25-Remis am Vortag gegen Hüttenberg aber dabei war. Auf Wettenberger Seite wollten die ehemaligen Hüttenberger um Trainer Eckhard Mack und Neuzugang Micha Wiener »ihrem TVH« nur zu gerne Schützenhilfe leisten. Michael Kneissl erklärte das Ziel: »Mit15 Toren zu verlieren wäre in Ordnung gewesen. Wir wollten dem TVH helfen, aber Wetzlar war einfach zu stark. Man hat gemerkt, dass sie unbedingt ins Finale wollten. Da konnten wir nicht mithalten.«

Dabei verkaufte sich die Mack-Truppe zunächst recht ordentlich. Wiener war es, der kurz nach der Pause gegen die turmhoch überlegene Wetzlarer Bundesligatruppe auf 12:21 verkürzte. Manuel Will im Wettenberger Tor parierte in der Folgezeit zwei Mal prächtig, war aber gegen die platzierten Würfe des Isländers Kristjansson (38./39.) vom Kreis zum 25:12 ohne jede Abwehrchance. Beim 27:12, das Adnan Harmandic per Tempogegenstoß erzielte, war der große Favorit voll in der Spur.

Christian Kaufmann erwies sich kurz darauf als sicherer Siebenmeterschütze und verkürzte per Doppelpack auf 15:29. Beim 33:15 (50.) durch Kevin Schmidt, der einen Tempogegenstoß ruhig und sachlich abschloss, war bereits die Vorentscheidung um den Finaleinzug gefallen. In der Folgezeit kombinierten die Wetzlar sehenswert, wobei Kristjansson vom Kreis aus ein mindestens ebenso sehenswerter Treffer per Überzieher im Falle gelang (37:17/20.). Der Underdog stellte keinesfalls das Spielen ein und kam durch Abbas Kaplan noch zum 18:37 (58.).

Für Wettenbergs Trainer Mack war das Ergebnis trotz der verpassten Schützenhilfe kein Beinbruch: »Man hat gemerkt, dass Wetzlar unbedingt ins Finale wollte. Die haben Gas gegeben und nicht zurückgesteckt. Das war schon stark. Für uns war es ein gutes und abwechslungsreiches Testspiel.« Wetzlars Coach Gennadij Chalepo betrachtete die Geschehnisse nüchtern: »Eine gute Trainingseinheit. Wir wollten ins Finale, das haben wir geschafft.« Während bei Wetzlar vor allem Adnan Harmandic und Steffen Fäth einen starken Eindruck hinterließen, lobte Mack seine Torleute: »Will und Risse haben einige gute Aktionen gehabt.«

Tore Wetzlar: Schmidt (7), Rompf (2), Jungwirth (4), Chalkidis (3), Fäth (7), Hahn (1), Harmandic (6), Friedrich (4), Kristjanson (4). - Tore Wettenberg: Niclas Puhl (1), Weber (5), Becker (2), Kaplan (1), Sascha Puhl (2), Wiener (1), Kaufmann (7)

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