Wettenberg setzt auf Familie
24.08.2010 » 1. MännerExzellente Jugendarbeit trägt Früchte
(mri) Wenn die Landesliga-Saison 2010/2011 startet, wartet die HSG Wettenberg mit einem Novum auf. Nicht weniger als vier Brüderpaare stehen im Aufgebot von Trainer Eckhard Mack, der im zweiten Jahr auf der Kommandobrücke der HSG das Sagen hat und trotz des äußerst kniffligen Auftaktprogramms auf eine guten Saisonstart hofft.
Geschwister gab es im Sport schon öfter: Abramczik, Allofs, Förster, Hoeneß, Rummenigge und aktuell die Handballbrüder Bertrand und Guillaume Gille. Einige Klassen tiefer aber dennoch rekordverdächtig dürfte allerdings die Zusammensetzung des aktuellen Kaders von Handball-Landesligist HSG Wettenberg in diesem Jahr sein.
Mit den Brüdern Dennis und Timo Stephan, Sebastian und Michael Kneissl, Moritz und Jonas Leib sowie Sascha und Niclas Puhl setzt die sportliche Leitung der HSG ganz auf Familie. Trainer Mack sieht dies als logische Folge einer konsequenten Nachwuchsarbeit. „Die HSG betreibt seit Jahren Jugendförderung auf höchstem Niveau. Auch in diesem Jahr profitiert meine Mannschaft davon.“
In der Tat verfügt der erfahrene Ex-Bundesliga-Regisseur mit den Nachwuchskräften Niclas Puhl, Jonas Leib und Tobias Henkel, die alle im eigenen Verein ausgebildet wurden, über weitere Alternativen. Diese sind allerdings auch nötig, wenn eine ähnlich erfolgreiche Saison wie im Vorjahr zustande kommen soll. Einerseits muss die HSG nämlich für einige Monate auf Rückraumkanonier Thomas Weber verzichten und andererseits erscheint die Klasse mit dem stark einzuschätzenden Aufsteiger Eddersheim und dem personell aufgerüsteten TV Idstein in diesem Jahr deutlich stärker als in der Vorsaison. Vor diesem Hintergrund ist die sportliche Leitung auch froh, dass mit dem ungemein kampf- und abwehrstarken Abbas Kaplan, der vom Oberligisten und Lokalrivalen Heuchelheim zur HSG wechselt, und mit dem talentierten Sascha Hofmann (MSG Linden) zwei externe Neuzugänge den Weg zum letztjährigen Landesliga-Vierten gefunden haben.
Obwohl mit Christian Kaufmann und Simon Wingefeld auf der Spielmacherposition sowie Matthias Worms und „Oldie“ Martin Risse im Tor weitere erfahrene Kräfte zur Verfügung stehen, gibt sich auch der sportliche Leiter der HSG, Dieter Puhl, bescheiden. „Wir wollen im Bereich von Platz fünf bis sieben ins Ziel kommen.“ Schlüssel dazu soll attraktiver Tempohandball sein, den die Mannschaft sowohl im Trainingslager beim Kantersieg gegen den Schweizer Zweitligisten HC Einsiedeln (37:14), als auch bei ihren weiteren Auftritten im Rahmen der Vorbereitung geboten hat. Dass die Mack-Sieben die Meisterschaft nämlich nicht zu fürchten braucht, zeigen die beiden Siege gegen die heimischen Oberligisten Kleenheim und Dutenhofen/Münchholzhausen II, dokumentiert aber auch die knappe Niederlage (26:27) gegen den Drittligisten Pohlheim. Man darf also gespannt sein in und um Wettenberg.



